
John L. Austin – 1975
Kapitel IV: Seite 39–52
Dieses Kapitel betrachtet eine weitere Form von Unglücksfällen: Unaufrichtigkeiten und Regelverstöße oder Verstöße gegen Konventionen. In diesen Fällen ist die sprachliche Handlung nicht ungültig, aber dennoch unglücklich. Das Kapitel befasst sich mit Gefühlen, Gedanken und Absichten. Ein Beispiel für das Fehlen des erforderlichen Gefühls ist: „Ich gratuliere dir“, gesagt in einer Situation, in der
man sich überhaupt nicht freut oder vielleicht sogar verärgert ist. Ein Beispiel für das Fehlen des erforderlichen Gedankens ist: „Ich rate dir dazu“, wenn man in Wirklichkeit nicht glaubt, dass dies der beste Weg wäre. Ein Beispiel für das Fehlen der erforderlichen Absicht ist: „Ich verspreche es“, gesagt, obwohl man gar nicht vorhat, das Versprechen zu halten. Die Diskussion befasst sich außerdem mit drei Arten, auf die eine Aussage die Wahrheit bestimmter anderer Aussagen impliziert: Folgerung (Entailment), Implikation und Präsupposition.
(Eigene Übersetzung des Abstracts von Oxford Academic)
DOI: https://doi.org/10.1093/acprof:oso/9780198245537.003.0004